Der eigene Brunnen
Privat gewonnenes Brunnenwasser eignet sich meistens nicht als Trinkwasser, kann aber in der Regel für die Waschmaschine, zur Toilettenspülung und zur Bewässerung des Gartens genutzt werden. Da in Deutschland fast alle Haushalte an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen sind, stellt sich die Frage, ob es sich eigentlich lohnt, einen eigenen Brunnen im Garten zu haben? Antwort auf diese Frage gibt u.a. die Gebührenordnung der jeweiligen Stadt oder Gemeinde.
Altes Modell
Hier bestimmt allein der Trinkwasserverbrauch sowohl die Frischwasser- als auch die Abwassergebühr. Bei diesem Modell sparen Betreiber von Privatbrunnen doppelt, weil sie weniger Trinkwasser verbrauchen und das Brunnenwasser auch bei der Abwasserberechnung nicht auftaucht.
Neues Modell
Inzwischen kalkulieren viele Städte und Gemeinden Brunnen, Zisternen, ja sogar Dach- und Hofflächen, von denen Regenwasser abläuft, bei der Abwassergebühr mit ein. Dadurch wird genau die Menge in Rechnung gestellt, das tatsächlich in der Kanalisation verschwindet. Daher genügt ein Blick in die örtliche Wassersatzung, um herauszufinden, ob ein eigener Brunnen sich auch wirklich lohnen würde.
Genehmigung
Grundsätzlich ist jede Bohrung, die das Grundwasser berührt oder beeinflusst, anzeigepflichtig. Deshalb ist eine Genehmigung der örtlichen Unteren Wasserbehörden nötig. Die Behörde kann genau sagen, in welcher Tiefe sich Grundwasser befindet, welche Qualität es hat und wozu es verwendet werden kann.
Quelle: www.bauemotion.de
Foto: © Bernd/Pixelio - www.pixelio.de
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