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Dienstag, den 16.09.2008
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Mieten teilweise kräftig gefallen

Energiepreise und höhere Steuern sind ausschließliche Ursachen für stärkere Belastungen

 

Nach Angaben der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland sind die Bruttokaltmieten je Quadratmeter im bundesweiten Durchschnitt zwischen den Jahren 2002 und 2006 faktisch konstant geblieben (plus 0,17 Prozent), während die Verbraucherpreise im gleichen Zeitraum um 5,7 Prozent gestiegen sind. „Diese Zahlen zeigen,“ so Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann, „dass die Ursachen für die permanenten Mehrbelastungen der Mieter ausschließlich die steigenden Energiepreise und die höheren Grundsteuern und Müllgebühren sind.“

 

Kornemann verwies auf Angaben des Statistischen Bundesamtes, nach denen die Ausgaben privater Haushalte für Wohnenergie (Strom, Gas und andere Brennstoffe) zwischen den Jahren 2002 und 2006 von 104 Euro monatlich je Haushalt auf 136 Euro gestiegen sind. Das sei ein Anstieg um 30 Prozent. Im gleichen Zeitraum sei die Bruttokaltmiete je Quadratmeter Wohnfläche im bundesdeutschen Durchschnitt von 5,93 auf 5,94 Euro gestiegen – ein Plus von aufgerundet 0,17 Prozent.

 

Regional haben sich laut Haus & Grund die Bruttokaltmieten sehr unterschiedlich entwickelt – in einigen Bundesländern sind sie zwischen 2002 und 2006 sogar gesunken: Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Am stärksten sei der Rückgang in Bremen mit minus 5,1 Prozent ausgefallen, gefolgt von Rheinland-Pfalz. Hier habe das Minus 4,7 Prozent betragen. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern seien die Bruttokaltmieten zwischen 2002 und 2006 um 9,3 bzw. 7,2 Prozent gestiegen.

 

Auch nach 2006 hätten sich die Mieten unter Ausschluss der Nebenkosten (sowohl warme als auch kalte) äußerst moderat entwickelt. So habe das Statistische Bundesamt bekannt gegeben, dass sich die Nettokaltmiete im Juli 2008 gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat um 1,3 Prozent erhöht habe. Hingegen seien die Ausgaben privater Haushalte für Wohnenergie zwischen 2006 und 2008 nochmals um knapp 20 Prozent gestiegen. 

 

Bruttokaltmiete je Quadratmeter (in Euro)
  2002 2006 Veränderung in %
Deutschland 5,93 5,94 0,17
Baden-Württemberg 5,93 5,95

0,34

Bayern 6,34 6,33 -0,16
Berlin 5,81 6,35 9,29
Brandenburg 5,26 5,44 3,42
Bremen 6,24 5,92 -5,13
Hamburg 7,25 7,47 3,03
Hessen 6,65 6,58 -1,05
Mecklenburg-Vorpommern 4,97 5,33 7,24
Niedersachsen 5,56 5,38 -3,24
Nordrhein-Westfalen 6,00 5,98 -0,33
Rheinland-Pfalz 5,52 5,26 -4,71
Saarland 5,05 5,05 0,00
Sachsen 5,27 5,13 -2,66
Sachsen-Anhalt 5,25 5,21 -0,76
Schleswig-Holstein 6,41 6,21 -3,12
Thüringen 5,23 5,16 -1,34

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus-Zusatzerhebung 2002 und 2006

Dienstag, 06.01.2009
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