Energetische Sanierung steuerpolitisch flankieren
Steuerdiskussion in der Union weist in die richtige Richtung
Die aktuelle Diskussion innerhalb der Union über Steuerentlastungen nach der Bundestagswahl weist in die richtige Richtung. Dieser Auffassung ist Rolf Kornemann, Präsident der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland. Auf die Haus- und Wohnungseigentümer kämen in den kommenden Jahren immense Investitionen zu, um die Wohnungen auf aktuelle energetische Standards zu bringen. Steuerentlastung auf der einen und gezielte Förderung auf der anderen Seite sei daher der richtige Mix.
Das Ziel „Mehr Netto vom Brutto“ sei Grundvoraussetzung dafür, dass die Eigentümer überhaupt hinreichend eigene finanzielle Mittel aufbringen könnten. Dies werde aber nicht ausreichen. Deshalb müssten weitere steuerpolitische Weichen gestellt werden. Eine wie in der Union diskutierte Ausweitung der Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen und Handwerkerleistungen käme den Selbstnutzern entgegen. Damit sich energetische Modernisierungen auch für Vermieter rechnen, schlägt Kornemann die Wiedereinführung von § 82a EStDV vor. So könnten Vermieter erhöhte Abschreibungssätze für energiesparende Anlagen und Einrichtungen an Gebäuden in Anspruch nehmen. Zudem sollte sich die künftige Bundesregierung der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Einführung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Handwerkerleistungen nicht weiter versperren. Dies entlastete nicht nur private Eigentümer und Vermieter ohne Vorsteuerabzugsberechtigung, sondern hätte zudem positive Auswirkungen auf die Baunachfrage, mit entsprechenden Effekten auf den lokalen Arbeitsmärkten.
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