„Wie eine Sonnenuhr bei Regen“ Haus & Grund Hessen kritisiert Betriebskostenspiegel des Mieterbundes
„Wie eine Sonnenuhr bei Regen“
Haus & Grund Hessen kritisiert Betriebskostenspiegel des Mieterbundes
Harsche Kritik äußert die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Hessen an dem Anfang Februar vom Hessischen Mieterbund vorgelegten Betriebskostenspiegel. „Dieses fragwürdige Zahlenwerk schafft weder Aufklärung noch Transparenz“, urteilt der Haus & Grund-Verbandsvorsitzende Richard Streim.
Es handele sich lediglich um eine Sammlung von Einzelbeispielen, deren offensichtliches Ziel es sei, Unfrieden zwischen Vermietern und Mietern zu schüren. „Der Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes hat so viel Aussagekraft wie eine Sonnenuhr bei Regenwetter.“
Für verlässliche Aussagen sei schon die Datenbasis viel zu dünn. Das hessische Zahlen-Machwerk liefert zu etwaigen Datensätzen überhaupt keine Angaben.
Streim: „Wenn der Deutsche Mieterbund ansonsten immer behauptet, jede zweite Betriebskostenabrechnung sei falsch, dann muss nach den Regeln der Aussagenlogik auch ein etwa aus solchen Daten erstellter Betriebskostenspiegel falsch sein.“
Auf die meisten Betriebskostenarten haben weder Vermieter noch Mieter Einfluss. Bei der Grundsteuer differieren die Hebesätze von Gemeinde zu Gemeinde. Gleiches gilt für die Kubikmeterpreise bei Wasser und Abwasser. Die vom Mieterbund kritisierten hohen Schornsteinfegergebühren in Hessen werden vom Wirtschaftsministerium durch Verordnung festgesetzt.
Anders verhält es sich bei den Kosten für Heizung und Warmwasser. Hier können die Kosten je nach Nutzerverhalten im gleichen Gebäude um bis zu Faktor 4 voneinander differieren. Hierfür ist aber der Vermieter nicht verantwortlich sondern der Mieter.
Bei den Aufzugskosten kommt es darauf an, wie viele Wohnungen sich auf einer Etage befinden. Mit steigender Anzahl der Wohnungen pro Etage sinken die Fahrstuhlkosten für jede einzelne Wohnung. Die Kosten für Beleuchtung und Allgemeinstrom differieren je nach Größe des Gebäudes und Notwendigkeit der Ausleuchtung sowie Inanspruchnahme durch Mieter. Bei den Sach- und Haftpflichtversicherungen gibt es so viele unterschiedliche Gebäudegegebenheiten, dass immer Äpfel mit Birnen verglichen werden.
Streims Fazit: „Dieser Betriebskostenspiegel ist unbrauchbar!“
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