Bund spart bei Förderung der Gebäudemodernisierung
Haus & Grund für Reduzierung der energetischen Anforderungen
„Wenn der Bund wie angekündigt die Förderung der energetischen Gebäudemodernisierung um 50 Prozent reduziert, muss er auch die energetischen Anforderungen an Wohngebäude senken.“ Das fordert Haus & Grund-Generalsekretär Andreas Stücke anlässlich der heutigen Beratungen des Bundeskabinetts über den Bundeshaushalt 2011. Es sei nicht miteinander vereinbar, dass erst im Herbst 2009 die ohnehin hohen Anforderungen an die energetische Beschaffenheit von Wohngebäuden um 30 Prozent erhöht wurden und nun die finanzielle Förderung zusammengestrichen werde.
Laut Stücke unterstützt Haus & Grund grundsätzlich die Sparbemühungen der Bundesregierung. „Ein Blick auf die Eckdaten des Bundeshaushalts und den Schuldenstand Deutschlands verdeutlicht, dass Ausgabenkürzungen unausweichlich sind“, sagte er. Allerdings habe die Bundesregierung in ihrem jüngsten Subventionsbericht selbst herausgestellt, dass der Wohnungssektor mit einer Subventionskürzung von 40 Prozent zwischen 2007 und 2010 Vorreiter beim Subventionsabbau gewesen sei. Stücke forderte daher eine gerechtere Verteilung der Kürzungen. Die Potenziale, etwa in den Bereichen Verkehr, Landwirtschaft und Bergbau, seien bei weitem noch nicht ausgeschöpft.
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