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Haus & Grund: Energiekosten stoppen!

Angesichts einer Steigerungsrate von teilweise bis zu 30 Prozent bei den Energiepreisen im Jahr 2005 hat die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund gefordert, die Belastungen für Haus- und Wohnungseigentümer zu stoppen. „Die Energieversorgung wird mehr und mehr zum Preistreiber für die Kosten des Wohnens“, unterstrich der Vorsitzende des Zentralausschusses von Haus & Grund, Jochem Schlotmann (Kiel), in Erfurt.

 

Zwar begrüßt Haus & Grund die verbesserte Förderung der energetischen Gebäudesanierung. „Die Verfügbarkeit dieser Mittel müsste für die privaten Eigentümer aber noch vereinfacht werden“, sagt Schlotmann. Mitentscheidend für den Erfolg der Programme wird daher auch die Informationskompetenz der Hausbanken sein, die weiterhin für die Anträge auf die KfW-Fördermittel für private Bauherren zuständig sind.

 

Haus & Grund vermisst allerdings ein nachhaltiges politisches Engagement, um echten Wettbewerb auf dem Energiemarkt herzustellen und den Preisanstieg damit zu stoppen. Die Einsparungen durch energetische Sanierungsmaßnahmen würden durch die beabsichtigte Mehrwertsteuererhöhung ab 2007 wieder verringert. „Eine höhere Mehrwertsteuer wird die Energiepreise, aber auch die Kosten für die Gebäudesanierungen steigen lassen“, skizziert Schlotmann. Der Staat verdiene dabei nicht nur über die Steuereinnahmen am Energieverbrauch mit. Die Kommunen etwa profitieren über die Konzessionsabgabe der Energieversorger von den höheren Preisen. „Außerdem findet man in den Entscheidungsgremien immer wieder ‚verdiente’ Politiker“, unterstreicht Schlotmann.

 

In diesem Zusammenhang fasste Schlotmann auch die Erwartungen der privaten Eigentümer an den Energieausweis zusammen: „Unbürokratisch, kostengünstig und möglichst aussagekräftig“. Nach allen bisherigen Erkenntnissen sei eine Wahlmöglichkeit zwischen bedarfs- und verbrauchsorientiertem Modell der sinnvollste Weg: „Damit wäre eine Lösung gefunden, die auch von den knapp 20 Millionen Eigentümern getragen wird, die die Ausweise bezahlen sollen“.

 

 

Pressekontakt:

Stefan Diepenbrock

Leiter Verbandskommunikation

Telefon: 030/20216-508

diepenbrock@haus-und-grund.net

 

Dienstag, 06.01.2009
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