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2012 Richtig lüften
Richtig lüften
im Winter
Lüftung im Winter
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Auch im Winter muss bei kalten Ausßentenperaturen täglich mehrmals gelüftet werden

 

Denn durch Kochen, Duschen und Baden, Atmen und auch durch Schweißbildung wird Feuchtigkeit verursacht, die durch den Austausch feuchtigkeitsangereicherter und verbrauchter Luft mit frischer und trockener Luft aus den Wohnräumen abgeführt werden muss. Ansonsten drohen Feuchtigkeitsschäden mit Schimmelbildungen.

Ideal ist ein tägliches mehrmaliges kurzes und intensives Lüften. Wird zu lange gelüftet, kühlen die Wände aus. Die warme Raumluft bildet dann auf der kalten Wand Oberflächenfeuchte in Form von Kondenswasser. Genau das führt aber ebenso zum Feuchtigkeits- und nachmalig auch zum Schimmelschaden.

Wie lang die Lüftungsintervalle sein sollen, hängt von der Differenz zwischen der Zimmertemperatur und der Außentemperatur sowie von der Windstärke ab. Dabei gilt: Je niedriger die Außentemperatur, desto kürzer sollte gelüftet werden. Die Häufigkeit der Lüftungsintervalle ist dann aber zu erhöhen. Richtschnur ist eine Dauer von 5 bis 10 Minuten pro Lüftung.

Bei Windstille und geringeren Temperaturunterschieden sollen auch 15 Minuten auskömmlich sein. Selbst bei Regenwetter kann gelüftet werden, solange der Regen nicht durch das offene Fenster in die Zimmer dringen kann. Denn auch jetzt ist die kalte Außenluft trockener als die warme Zimmerluft. Unbedingt sollte mit weit geöffneten Fensterflügeln und Durchzug „stoßgelüftet“ werden. 

Achtung: Keine Kipplüftung!

Unbedingt zu vermeiden ist die „Kipplüftung.“ Im eigentlichen Sinne ist schon der Begriff Kipplüftung nicht korrekt. Denn durch die Kippstellung der Fenster kommt es nicht zu einem Luftaustausch, sondern zu einer Luftwalze, in der sich kalte Außenluft mit verbrauchter warmer Heizungsluft thermisch drehend verbinden.

 

Dies führt dazu, dass die Fensterlaibungen und die Wand oberhalb des Fensters in der Regel stark auskühlen, was wiederum zur Bildung von Kondenswasser führt.

 

RA Dr. Hans Reinold Horst

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